Tipps von Mike Cordes

Sauna auf der Dachterrasse – Ihr vollständiger Praxisguide

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DER ARTIKEL IM ÜBERBLICK

Das Wichtigste in Kürze

Sauna auf der Dachterrasse ist machbar, aber kein Standardprojekt

Statik & Genehmigungen sind zwingend vor dem Kauf zu klären

Nicht jeder Saunatyp eignet sich für Dachterrassen

Wetter, Wind und Feuchtigkeit müssen konstruktiv berücksichtigt werden

Gesamtkosten liegen meist deutlich über dem reinen Saunapreis

Saubere Planung spart langfristig Kosten, Ärger und Rückbau

Vorteile & Nachteile einer Dachterrassen-Sauna

Vorteile

Privates Urban-Wellness-Projekt

Saunieren mit Blick über Stadt, Garten oder Landschaft ist auf Bodenniveau kaum erreichbar. Auf der Dachterrasse entsteht ein geschützter Rückzugsort mit echter Aufenthaltsqualität. Besonders abends oder in den Übergangszeiten.

Gesundheitliche Effekte, regelmäßig nutzbar

Wärme fördert Durchblutung, Muskelentspannung und Stressabbau. Der große Vorteil gegenüber öffentlichen Saunen: Sie nutzen die Sauna häufiger, spontaner und ohne Anfahrt – das erhöht den tatsächlichen gesundheitlichen Nutzen.

Wertsteigerung & Differenzierung der Immobilie

Eine fachgerecht geplante Dachterrassen-Sauna ist ein starkes Ausstattungsmerkmal. Sie hebt die Immobilie vom Standard ab und kann – richtig umgesetzt – den Wohnwert nachhaltig erhöhen.

Nachteile

✘ Statik- und Genehmigungsaufwand

Eine Sauna bringt Gewicht, Punktlasten und zusätzliche Anforderungen mit sich. Ohne statische Prüfung und Klärung der Rahmenbedingungen ist das Projekt nicht seriös umsetzbar. „Einfach hinstellen“ funktioniert hier nicht.

✘ Witterungseinflüsse sind dauerhaft relevant

Wind, Schlagregen, UV-Strahlung und Feuchtigkeit wirken konstant auf Material und Technik. Ohne passenden Windschutz, Abdichtung und konstruktiven Holzschutz steigt der Wartungsaufwand deutlich.

✘ Laufende Kosten nicht unterschätzen

Energieverbrauch, Pflege, Wartung und ggf. Reparaturen gehören zur Realität. Eine Dachterrassen-Sauna ist kein Einmalprojekt, sondern Teil der laufenden Gebäudenutzung.

Die Planung

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Tragfähigkeit & Statik prüfen

Eine Sauna erzeugt auf der Dachterrasse konzentrierte Lasten. Und das deutlich mehr als Möbel oder Pflanzkübel.

Berücksichtigt werden müssen immer alle Lasten zusammen:

  • Eigengewicht der Sauna (inkl. Ofen, Glasflächen, Unterkonstruktion)
  • Personenlast (mehrere Personen gleichzeitig)
  • Schnee- und Windlasten (je nach Region und Gebäudehöhe relevant)
  • Dynamische Lasten (Bewegung, Nutzung, Feuchtigkeit)

Wichtig: Dachterrassen sind häufig nicht automatisch für solche Zusatzlasten ausgelegt. Selbst Neubauten haben hier oft enge Reserven.

Praxisempfehlung:

  • Lassen Sie die Tragfähigkeit vor der Produktauswahl prüfen
  • Beziehen Sie einen Statiker oder ein anerkanntes Prüfinstitut ein
  • Arbeiten Sie mit realistischen Lastannahme und nicht mit Hersteller-Minimalwerten
  • Klären Sie, ob eine Lastverteilung über Unterkonstruktionen notwendig ist

Ohne statische Freigabe sollte keine Sauna auf einer Dachterrasse installiert werden. Unabhängig von Größe oder Saunatyp.

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Genehmigungen & rechtliche Rahmenbedingungen

Neben der Technik spielen rechtliche Vorgaben eine zentrale Rolle. Diese unterscheiden sich je nach Bundesland, Kommune und Gebäudetyp.

Typische Themen, die vorab geklärt werden müssen:

  • Bauordnung & Dachnutzung: Ist die Dachterrasse für zusätzliche Aufbauten zugelassen? Gelten Abstandsflächen oder Höhenbegrenzungen?
  • Brandschutz & Sicherheit: Anforderungen an Baustoffe, Abstände zu Fassaden, Fluchtwege Besonderheiten bei elektrischen Saunaöfen
  • Nachbarrecht & Gemeinschaftseigentum: Sichtschutz, Immissionen, bauliche Veränderungen. Besonders relevant bei Mehrfamilienhäusern oder Eigentümergemeinschaften

Wichtig: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Er zeigt typische Fragestellungen auf, kann aber individuelle Vorgaben nicht bewerten. Für verbindliche Aussagen sollten Sie das zuständige Bauamt kontaktieren oder bei Bedarf Fachplaner oder Architekten einbeziehen.

Vergleich der Saunatypen für die Dachterrasse

Nicht jede Sauna, die im Garten funktioniert, ist automatisch für die Dachterrasse geeignet. Entscheidend sind Gewicht, Bauweise, Wetterfestigkeit und technische Anforderungen. Die folgende Übersicht hilft bei der realistischen Einordnung.

Vergleich der Saunatypen für die Dachterrasse

Saunatyp Vorteile Nachteile Geeignet für Dachterrasse, wenn …
Finnische / klassische Sauna Sehr hohe Temperaturen (80–100 °C), authentisches Saunaerlebnis, Aufgüsse möglich Höheres Gewicht, höhere Punktlasten, anspruchsvolle Abdichtung und Windabschirmung Statik geprüft ist, ausreichend Platz vorhanden ist und ein dauerhafter Wetterschutz geplant wird
Infrarot-Sauna Kompakt, geringeres Gewicht, schneller Aufbau, geringerer Strombedarf Kein klassisches Hitze-/Aufgussgefühl Begrenzte Traglasten bestehen oder eine einfache, platzsparende Lösung gesucht wird
Mini-Sauna / mobile Lösung Geringere Kosten, flexibel aufstellbar, niedrige Einstiegshürde Weniger Komfort, eingeschränkter Platz, geringere Dämmung Temporäre Nutzung oder sehr begrenzte Dachflächen vorliegen

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Kostenüberblick

Kostenblock Typischer Kostenrahmen Einordnung
Mini-Sauna / kompakte Lösung ca. 3.000 – 6.000 € Geringes Gewicht, kleiner Platzbedarf, meist einfache Bauweise
Klassischer Outdoor-Saunaaufbau ca. 7.000 – 15.000 €+ Wetterfeste Konstruktion, bessere Dämmung, höheres Gewicht
Statiker & Genehmigungen ca. 500 – 2.000 € Abhängig von Gebäude, Region und Aufwand
Fundament & Wetterabdichtung ca. 800 – 3.000 € Unterkonstruktion, Lastverteilung, Entwässerung
Elektriker (Anschluss & Absicherung) ca. 500 – 1.500 € Starkstrom, Feuchtraum-Installation, Absicherung

Typischer Gesamtkostenrahmen

  • Einfache Dachterrassen-Lösung: ab ca. 5.000 – 8.000 €
  • Komfortable, dauerhafte Outdoor-Sauna: ca. 10.000 – 18.000 €
  • Individuelle Sonderlösungen: darüber hinaus möglich

Nutzung & Pflege draußen

Auf der Dachterrasse ist die Sauna dauerhaft Wind, Feuchtigkeit und UV-Strahlung ausgesetzt. Entscheidend ist, dass Wasser schnell abläuft und das Holz regelmäßig trocknen kann. Staunässe ist der häufigste Grund für Wetterflecken und vorzeitige Alterung. Eine saubere Unterkonstruktion mit leichtem Gefälle sowie ein gewisser Wind- und Spritzwasserschutz zahlen sich langfristig aus.

Beim Holzschutz gilt: außen schützen, innen in Ruhe lassen. Für Außenflächen eignen sich diffusionsoffene, UV-beständige Öle oder Lasuren. Dichte Lacke sind ungeeignet, weil sie Feuchtigkeit einschließen können. Je nach Lage der Dachterrasse ist eine Auffrischung alle ein bis drei Jahre realistisch.

Die laufende Pflege bleibt überschaubar. Innen reicht regelmäßiges Abbürsten und gelegentliches feuchtes Abwischen. Außen sollten Laub, Schmutz und Ablagerungen entfernt werden. Technik und Anschlüsse empfiehlt es sich, besonders nach Starkwind oder Frost kurz zu prüfen.

Entscheidungs- & Umsetzungs-Checkliste

1. Grundsatzentscheidung

Dachterrasse grundsätzlich für Aufbauten vorgesehen

Regelmäßige Nutzung realistisch (nicht nur „nice idea“)

Budgetrahmen grob festgelegt (inkl. Nebenkosten)

2. Tragfähigkeit & Statik

Eigengewicht der Sauna bekannt

Maximale Personenanzahl berücksichtigt

Schnee- und Windlasten eingeplant

Punktlasten / Flächenlasten geprüft

Statiker oder Prüfinstitut eingebunden

Statische Freigabe schriftlich vorliegend

3. Rechtliches & Rahmenbedingungen

Nutzung der Dachterrasse baurechtlich zulässig

Abstandsflächen / Höhenbegrenzungen geprüft

Brandschutzanforderungen bekannt

Flucht- und Rettungswege berücksichtigt

Nachbarrechtliche Aspekte bedacht

Zustimmung der Eigentümergemeinschaft (falls relevant)

Hinweis: keine Rechtsberatung – individuelle Klärung erforderlich

4. Standort auf der Dachterrasse

Windverhältnisse analysiert

Sonneneinstrahlung berücksichtigt

Ausreichender Abstand zu Fassade & Geländern

Zugang für Montage möglich (Transportwege)

Wartungs- und Reinigungszugang eingeplant

5. Fundament & Unterkonstruktion

Lastverteilende Unterkonstruktion geplant

Höhenverstellung / Nivellierung möglich

Gefälle für Wasserabfluss vorgesehen

Entkopplung vom Dachaufbau sichergestellt

Entwässerungslösung vorhanden

Frostsicherheit berücksichtigt

6. Saunatyp auswählen

Finnische Sauna / Infrarot / Mini-Sauna bewusst gewählt

Gewicht und Abmessungen bekannt

Außentaugliche Bauweise bestätigt

Wetterfeste Materialien gewählt

Dach- und Wandaufbau für Außenbereich geeignet

Unterkonstruktion im Lieferumfang oder separat geplant

7. Technik & Strom

Strombedarf des Ofens bekannt

Starkstrom oder Standardanschluss geklärt

Kabelwege geplant (innen / außen)

Feuchtraum-Installation vorgesehen

Absicherung & FI-Schutz eingeplant

Fachbetrieb für Anschluss beauftragt

8. Wetter- & Nutzungsschutz

Windschutz (baulich oder mobil) vorgesehen

Spritzwasserschutz berücksichtigt

Rutschhemmender Bodenbelag geplant

UV-Schutz für Außenflächen bedacht

9. Kostenkontrolle

Saunakosten kalkuliert

Statik- & Genehmigungskosten eingeplant

Fundament / Unterkonstruktion einkalkuliert

Elektroarbeiten berücksichtigt

Puffer für Zusatzaufwand vorhanden

10. Montage & Inbetriebnahme

Liefertermin abgestimmt

Montagefläche vorbereitet

Aufbau durch Fachbetrieb oder nach Herstellervorgabe

Elektrischer Anschluss fachgerecht ausgeführt

Funktionstest durchgeführt

Erstaufheizung & Einweisung erfolgt

11. Nutzung & Pflege

Lüftungsroutine nach Nutzung klar

Holzpflegeintervalle definiert

Regelmäßige Sichtprüfung der Technik eingeplant

Reinigungskonzept vorhanden

Über den Autor

Mike Cordes

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